Minolta SR-T 101

Objektiv Wechselobjektive mit Minolta SR-Bajonett.
Verschluss Voll mechanischer Tuchschlitzverschluss mit 1 bis 1/1000 Sekunde. Blitzsynchronisation bei 1/60.
Belichtungs­messung Sog. CLC (contrast Light Compensation) Belichtungsmesser aus 2 CdS-Zellen im Prisma. TTL-Messung. Keine Belichtungsautomatik.
Fokussierung Einstellscheibe mit Mikroprismenfleck, bei der SR-T 303 mit Schnittbild und Mikroprismenring. Nicht auswechselbar, aber ausreichend für die meisten Einsatzbereiche.
Sucher Anzeige der Belichtungszeit, bei der SRT 303 auch der Blende.
Blitz Hot shoe (bei der 101b, 100X, 303b) oder Cold Shoe und Blitzsynchronbuchsen für M- und X-Synchronisation.
Film­transport Schnellspannhebel, Rückspulkurbel. Aufklappbare Rückwand.
Maße ca. 145/95/50 mm ohne Objektiv.
Batterie 1x PX 625 Quecksilber.

[English version]

Die SR-T war die zweite SLR-Serie von Minolta nach der SR-Serie (2, 7 und 1). Als Innovation gab es einen eingebauten, gekuppelten Belichtungsmesser mit TTL-Messung (worauf wohl das "T" im Namen hinweist) und CLC (contrast light compensation). Die SR-T's haben den Ruf, nahezu unzerstörbar zu sein. In der Tat ist das einzige, was ohne Mutwillen kaputt gehen kann der Belichtungsmesser, und ohne den ist die Kamera immer noch vollwertig nutzbar, da alles mechanisch abläuft. Alle wichtigen Teile sind aus Metall, entsprechend robust und bullig wirkt das Gehäuse. Mechanik und Verarbeitung sind ohne Makel.

Die Beschreibung bezieht sich im folgenden auf die SR-T 101, wenn nicht anders angegeben.

Belichtungs­messung: Die CLC-Konstruktion besteht aus 2 CdS-Zellen, die jeweils den oberen und unteren Bildbereich abgreifen. bei starken Kontrasten (z.B. Porträt im Gegenlicht) wird der "untere" Sensor zunehmend höher gewichtet. Das funktioniert sehr gut, allerdings sollte man die Belichtungs­messung im Querformat vornehmen. Vollmanuelle Einstellung heisst: Man kann der CLC-Messung vertrauen. Man kann auch einen beliebigen Bildausschnitt messen und danach belichten. Man kann einstellen, was man will. Man kann die Kamera auch beutzen, wenn die Batterien leer sind. Oder wenn die CdS-Zellen tot sind. Es bleibt immer eine zuverlässige, unverwüstliche, mechanische Kamera. Im Normalfall - bei funktionierender Messung - hat man über das match-needle System die Möglichkeit, die korrekte Belichtung einzustellen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Die eingestellte Zeit wird im Sucher eingespiegelt, bei der 303 auch die Blende.

Schärfentiefekontrolle: Abblendtaste an der Kamera. Einige MC Rokkor Objektive haben zusätzlich eine Abblendtzaste am Objektiv, was bei der Arbeit mit anderen Kameras praktisch ist.

Spiegelvorauslösung: Nicht bei allen SR-T'S aber bei der 101 und 303 ohne "b". Wichtig bei Langzeitbelichtungen, um die Vibrationen zu vermeiden, die durch Hochklappen des Spiegels entstehen. Gibt es heute nur noch bei wenigen "professionellen" Kameras, sonst nicht für Geld und gute Worte.

Gröe und Gewicht Man hat eine richtige Kamera in den Händen. Natürlich hat das auch seinen Preis: Die SR-T, vor allem mit den zugehörigen Minolta MC-Rokkor Objektiven ist schwer. Tröstlich nur, dass sie es nicht ohne Grund ist: Die Kamera ist unverwüstlich, und die Objektive sind exzellent.

Die Kamera ist auch ziemlich laut. Als überzeugter Nutzer von Sucherkameras bekomme ich jedesmal einen Schreck, wenn ich die SR-T nach längerer Zeit mal wieder verwende. BANG Spigel schlägt nach oben - SCHRRRRRT Verschluss löst aus - POM Spiegel klappt wieder runter. Aber den Schrecken bekomme ich bei allen SLR's, wenn auch die SR-T sicher nicht die leiseste ist ...

Modellvarianten: Bekannt sind mir die 100X, 101, 101 b, 303, 303 b. Ausserdem gab es noch die 200 er Reihe (201, 202), soweit ich weiß waren dies japanische bzw. US-Versionen. Dann noch die SR-T MC und die SR-T Super. Hm... Nach meiner bescheidenen Auffassung sind die 100(X) und die b-Modelle späteren Datums und haben einen Hot shoe, jedoch keine Spiegelvorauslösung. Ganz sicher bin ich mir nicht, zumal es innerhalb der verschiedenen Modelle wohl noch Varianten gab. Die 100 scheint nur Belichtungszeiten bis 1/500 gehabt zu haben. Die Top-Modelle wären danach die 101 und die 303, wobei die 101 die erste SR-T war und die 303 dank serienmässigem Hot shoe und Einspiegelung der Blende im Sucher die bestausgestattete.

Status März 2016: Eine 101 und eine 303 im Bestand, gelegentliche Nutzung. Eine 101b verkauft..

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Last modified March 21, 2016

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